- Die großen russischen Märchenfilme stammen fast alle aus der Sowjetzeit, vor allem von Alexander Rou und Alexander Ptuschko.
- Der bekannteste in Deutschland: „Abenteuer im Zauberwald“ (Morosko, 1964) – ein Weihnachtsklassiker in vielen Familien.
- Weitere Muss-Titel: „Die schöne Warwara“ (1969), „Feuer, Wasser und Posaunen“ (1968), „Sadko“ (1953), „Das Märchen vom Zaren Saltan“ (1966) und der Zeichentrickfilm „Die Schneekönigin“ (1957).
- Legal sehen: offizielle Kanäle der Studios Mosfilm und Gorki-Studio, DVD-Editionen deutscher Labels, Bibliotheken und gelegentlich das Weihnachtsprogramm im Fernsehen.
Väterchen Frost, die Hexe Baba Jaga, der unsterbliche Koschtschei und das Wunderpferd: Die sowjetischen Märchenfilme haben Generationen geprägt, im Osten wie im Westen. In der DDR liefen sie regelmäßig im Kino und Fernsehen, in Westdeutschland vor allem in den Weihnachtsprogrammen. Diese Liste stellt die bekanntesten Filme vor und zeigt, wie Sie sie heute legal sehen.
Die Liste: bekannte russische Märchenfilme
| Deutscher Titel | Originaltitel | Jahr | Regie |
|---|---|---|---|
| Abenteuer im Zauberwald | Morosko | 1964 | Alexander Rou |
| Die schöne Warwara | Warwara-krasa, dlinnaja kossa | 1969 | Alexander Rou |
| Feuer, Wasser und Posaunen | Ogon, woda i mednyje truby | 1968 | Alexander Rou |
| Wassilissa, die Wunderschöne | Wassilissa Prekrasnaja | 1939 | Alexander Rou |
| Die Nacht vor Weihnachten | Notsch pered Roschdestwom | 1961 | Alexander Rou |
| Das Königreich der Zauberspiegel | Korolewstwo kriwych serkal | 1963 | Alexander Rou |
| Die steinerne Blume | Kamenny zwetok | 1946 | Alexander Ptuschko |
| Sadko | Sadko | 1953 | Alexander Ptuschko |
| Ilja Muromez | Ilja Muromez | 1956 | Alexander Ptuschko |
| Das Märchen vom Zaren Saltan | Skaska o zare Saltane | 1966 | Alexander Ptuschko |
| Ruslan und Ljudmila | Ruslan i Ljudmila | 1972 | Alexander Ptuschko |
| Die Schneekönigin (Zeichentrick) | Sneschnaja korolewa | 1957 | Lew Atamanow |
Die deutschen Titel weichen je nach Fassung ab. In der DDR und in der Bundesrepublik liefen manche Filme unter verschiedenen Namen. Wenn Sie nach DVDs suchen, hilft der Originaltitel oder das Produktionsjahr.
Alexander Rou: der Meister des Volksmärchens
Alexander Rou (1906–1973) drehte ab den 1930er-Jahren fast ausschließlich Märchenfilme. Typisch sind humorvolle Figuren, liebevoll gebaute Kulissen und wiederkehrende Darsteller: Georgi Millar spielte bei ihm immer wieder die Baba Jaga oder den Koschtschei. „Morosko“ erzählt von der fleißigen Nastenka, die von ihrer Stiefmutter in den Winterwald geschickt wird, und dem eitlen Iwan, der zur Strafe einen Bärenkopf bekommt. In Tschechien und der Slowakei gehört der Film bis heute zum festen Weihnachtsprogramm, in Deutschland lief er ebenfalls oft zu den Feiertagen.
Alexander Ptuschko: Tricktechnik und Heldensagen
Alexander Ptuschko (1900–1973) war ein Pionier der Tricktechnik. „Die steinerne Blume“ (1946) war einer der ersten sowjetischen Farbfilme und wurde in Cannes ausgezeichnet. „Sadko“ (1953) erhielt in Venedig den Silbernen Löwen. Ptuschko verfilmte bevorzugt Heldenepen (Bylinen) und Puschkin-Stoffe – „Ilja Muromez“, „Das Märchen vom Zaren Saltan“ und „Ruslan und Ljudmila“ sind opulente Ausstattungsfilme mit großen Massenszenen.
Wo kann man die Filme legal sehen?
- Offizielle Studio-Kanäle: Mosfilm und das Gorki-Filmstudio haben viele Klassiker auf eigenen Videoportalen und offiziellen YouTube-Kanälen veröffentlicht, meist im russischen Original, teils mit Untertiteln. Das Angebot kann sich ändern.
- DVD und Blu-ray: Deutsche Labels haben zahlreiche Rou- und Ptuschko-Filme mit der deutschen Synchronfassung veröffentlicht. Viele Stadtbibliotheken verleihen sie.
- Fernsehen: Zur Weihnachtszeit zeigen Sender wie der MDR oder der RBB gelegentlich Märchenklassiker, danach oft kurz in der Mediathek.
- Leih- und Kaufportale: Einzelne Filme sind digital zum Leihen oder Kaufen erhältlich.

