- Filmgeschichte: Panzerkreuzer Potemkin (1925) von Sergei Eisenstein gilt als einer der einflussreichsten Filme überhaupt.
- Publikumslieblinge: Ironie des Schicksals (1975, läuft in Russland jedes Silvester) und Iwan Wassiljewitsch wechselt den Beruf (1973).
- Oscar-Gewinner: Krieg und Frieden, Moskau glaubt den Tränen nicht und Die Sonne, die uns täuscht.
- Legal sehen: offizielle Kanäle von Mosfilm, Arte, MUBI, DVD-Editionen und Leih-Shops.
Diese Liste umfasst russischsprachige Filme aus der Sowjetunion und aus Russland. Ausgewählt haben wir nach Kultstatus beim Publikum, Bedeutung für die Filmgeschichte und internationalen Preisen. Die Reihenfolge ist chronologisch, keine Wertung.
Die Top 10 im Überblick
| Film | Jahr | Regie | Bekannt für |
|---|---|---|---|
| Panzerkreuzer Potemkin | 1925 | Sergei Eisenstein | Treppenszene von Odessa |
| Die Kraniche ziehen | 1957 | Michail Kalatosow | Goldene Palme 1958 |
| Iwans Kindheit | 1962 | Andrei Tarkowski | Goldener Löwe Venedig |
| Krieg und Frieden | 1965–1967 | Sergei Bondartschuk | Oscar 1969, monumentale Tolstoi-Verfilmung |
| Iwan Wassiljewitsch wechselt den Beruf | 1973 | Leonid Gaidai | Zeitreise-Komödie mit Iwan dem Schrecklichen |
| Ironie des Schicksals | 1975 | Eldar Rjasanow | Silvester-Klassiker |
| Stalker | 1979 | Andrei Tarkowski | Philosophische Science-Fiction |
| Moskau glaubt den Tränen nicht | 1980 | Wladimir Menschow | Oscar 1981 |
| Komm und sieh | 1985 | Elem Klimow | einer der härtesten Antikriegsfilme |
| Die Sonne, die uns täuscht | 1994 | Nikita Michalkow | Oscar 1995, Großer Preis in Cannes |
Die Filme kurz erklärt
- Panzerkreuzer Potemkin: Stummfilm über die Meuterei von 1905. Die Montage der Treppenszene wird bis heute in Filmschulen gelehrt.
- Die Kraniche ziehen: Eine junge Frau wartet auf ihren Verlobten, der in den Krieg gezogen ist. Berühmt für die schwebende Kamera von Sergei Urussewski.
- Iwans Kindheit: Tarkowskis Debüt über einen zwölfjährigen Kundschafter im Zweiten Weltkrieg.
- Krieg und Frieden: Über sieben Stunden lang, mit riesigen Schlachtszenen; gewann den Oscar als bester fremdsprachiger Film.
- Iwan Wassiljewitsch wechselt den Beruf: Nach Michail Bulgakow – eine Zeitmaschine vertauscht einen Hausverwalter mit dem Zaren.
- Ironie des Schicksals: Nach einem Saunabesuch landet ein Moskauer betrunken in Leningrad – in einer identischen Wohnung an einer gleichnamigen Straße.
- Stalker: Drei Männer wandern durch die verbotene „Zone“ zu einem Raum, der Wünsche erfüllen soll; nach den Brüdern Strugazki.
- Moskau glaubt den Tränen nicht: Drei Freundinnen aus der Provinz versuchen ihr Glück in Moskau.
- Komm und sieh: Der Krieg in Belarus aus der Sicht eines Jungen – eine sowjetisch-belarussische Produktion.
- Die Sonne, die uns täuscht: Ein Sommertag 1936 und der Beginn des stalinistischen Terrors.
Wo kann man die Filme legal sehen?
Das Studio Mosfilm hat viele seiner Klassiker auf eigenen Kanälen veröffentlicht, teils mit Untertiteln; das Angebot kann sich ändern. Tarkowski-Filme laufen regelmäßig bei Arte und MUBI, außerdem gibt es restaurierte Fassungen auf Blu-ray. „Panzerkreuzer Potemkin“ ist in Deutschland in mehreren Editionen erhältlich. Viele Titel finden Sie auch in Stadtbibliotheken.
1. Welcher Film läuft in Russland traditionell an Silvester?
2. Welche Szene machte „Panzerkreuzer Potemkin“ berühmt?
3. Wer drehte „Stalker“?
4. Welcher Film gewann 1958 die Goldene Palme?

