- Benni soll für ein Intensivprojekt ins Ausland nach Afrika gebracht werden. Am Flughafen reißt sie sich los und rennt davon.
- Die letzte Einstellung zeigt, wie sie lächelnd hochspringt, dann zerspringt das Bild wie Glas.
- Der Film lässt bewusst offen, was danach passiert. Gedeutet wird das Ende als Bild für ihre zerbrechliche Seele, als Sprengen des Systems und als Anklage, dass niemand eine Lösung für Kinder wie Benni hat.
Was passiert am Ende genau?
- Alle bisherigen Einrichtungen haben aufgegeben. Als letzte Option bleibt ein Auslandsprojekt.
- Micha, ihr Schulbegleiter, und Frau Bafané vom Jugendamt bringen Benni zum Flughafen.
- Kurz vor dem Abflug läuft Benni weg, durch das Terminal, Richtung Freiheit.
- Sie springt in die Luft, lacht, und das Bild splittert. Abspann.
Was bedeutet „Systemsprenger“?
Der Begriff stammt aus der Kinder- und Jugendhilfe. Gemeint sind Kinder und Jugendliche mit so extremem Verhalten, dass sie aus allen Einrichtungen fallen: Pflegefamilien, Wohngruppen, Kliniken, Schulen. Fachleute kritisieren das Wort, weil es die Verantwortung beim Kind sucht statt beim System, das keine passende Hilfe bietet. Genau diese Spannung zeigt der Film.
| Fakt | Details |
|---|---|
| Jahr | 2019 |
| Regie & Buch | Nora Fingscheidt |
| Hauptrollen | Helena Zengel (Benni), Albrecht Schuch (Micha), Gabriela Maria Schmeide (Frau Bafané) |
| Auszeichnungen | Silberner Bär (Alfred-Bauer-Preis) bei der Berlinale 2019, Deutscher Filmpreis als bester Spielfilm 2020 |



