Krakozhia gibt es nicht. Das osteuropäisch klingende Land wurde für Steven Spielbergs Film „Terminal“ (2004) erfunden.
Im Film wird Viktor Navorskis Pass ungültig, weil es in Krakozhia einen Putsch gibt. Er sitzt monatelang im New Yorker Flughafen fest.
Tom Hanks orientierte seinen Akzent laut eigener Aussage an seinem bulgarischen Schwiegervater. Die „krakozhische“ Sprache klingt deshalb stark nach Bulgarisch und Russisch.
Vorbild war der Iraner Mehran Karimi Nasseri, der von 1988 bis 2006 im Pariser Flughafen Charles de Gaulle lebte.
Warum ein erfundenes Land?
Ein reales Land hätte politische Probleme geschaffen: Ein Staatsstreich, ungültige Pässe und ein Bürger, den niemand ein- oder ausreisen lässt, wären für jede echte Regierung unangenehm gewesen. Mit Krakozhia konnte der Film eine glaubwürdige osteuropäische Herkunft andeuten, ohne ein bestimmtes Land zu meinen.
Infografik: Der Film und sein reales Vorbild
Die wahre Geschichte hinter dem Film
Mehran Karimi Nasseri strandete 1988 im Terminal 1 des Pariser Flughafens Charles de Gaulle, nachdem er seine Papiere verloren hatte und weder ein- noch ausreisen konnte. Er lebte dort bis 2006, ein Teil der Rechte an seiner Geschichte wurde für den Film erworben. Nasseri starb 2022 am Flughafen, an dem er so lange gelebt hatte. Der Film erzählt seine Lage aber frei und deutlich märchenhafter.
Häufige Fragen
Welche Sprache spricht Viktor?
Die Dialoge in „Krakozhisch“ sind keine echte Sprache. Sie klingen stark nach Bulgarisch und Russisch, weil Hanks sich an seinem bulgarischen Schwiegervater orientierte.
Gibt es weitere fiktive Länder im Kino?
Ja, viele: Wakanda (Marvel), Genovia („Plötzlich Prinzessin“), Zubrowka („Grand Budapest Hotel“) oder Latveria (Marvel-Comics).
Wo kann ich „Terminal“ streamen?
Der Film wechselt regelmäßig zwischen Diensten und ist bei den großen Kauf- und Leihportalen erhältlich. Prüfen Sie Prime Video, Paramount+ und Netflix per Suchfunktion.
Mein Name ist Anatoli Bauer und ich wohne ganz im Norden von Deutschland an der Nordseeküste in Husum. Ich komme aus einer fußball-begeisterten Familie, in der jede Woche regelmäßig alle Fußballereignisse rund um Europa und auch die Welt geschaut und heiß diskutiert werden. Ich selbst habe früher in einer Fußballmannschaft gespielt und ich habe auch meine Grundschule und später mein Gymnasium, auf dem ich war, bei verschiedenen Turnieren vertreten.